
Christian Haimel aus Österreich gewann verdienterweise den zweiten Preis mit überzeugenden Darbietungen von Giulianis Rossiniana No.1 und Brouwers Sonata, das letztgenannte ist sicherlich das momentan am häufigsten gespielte zeitgenössische Werk. Der Marsch im Giuliani-Stück wurde mit solchem Elan herausgehämmert, dass ich fast den Drang verspürte, vor der nähest wehenden Flagge zu salutieren, trotz alledem war die Interpretation auch lyrisch. Die Eindringlichkeit der Brouwer-Interpretation ließ die Hörerschaft die allzu große Vertrautheit mit dem Stück vergessen. Im Semifinale hatte Haimel eine der besten Darbietungen von Waltons Bagatellen gegeben, die ich je gehört habe. Endlich einmal wurde die Spielanweisung con slancio (forsch, federnd, springend) auf den Buchstaben befolgt; das war Walton, wie wir ihn aus Belshazzar’s Feast kennen, und ich bin sicher, dass Walton die Interpretation geliebt hätte.
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